Die strahlende Wahrheit

Pannenreaktor Cattenom abschalten

Auch der europaweite Ausstieg aus der Atomenergie ist zu einer zentralen Frage zur Zukunftsfähigkeit unserer Region geworden. Aktuelle Sicherheitsgutachten zu Cattenom belegen in dramatischer Deutlichkeit, dass ein Weiterbetrieb dieses Kraftwerks unverantwortlich ist. Wir Grüne waren und sind im Saarland Motor der Anti-AKW-Bewegung. So setzen wir uns auf allen Ebenen für die Schließung des Pannenreaktors Cattenom ein. Dazu gehört auch, dass Klagemöglichkeiten seitens der anliegenden Bundesländer geprüft werden.

Atomenergie ist unbeherrschbar

Der Super-GAU im Atomkraftwerk Fukushima vor sechs Jahren hat uns auf erschreckende Weise die Unbeherrschbarkeit der Atomenergie vor Augen geführt. Während in Deutschland infolge der Katastrophe zumindest ein Umdenken stattgefunden hat und nur wenige Monate später der Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen wurde, halten unsere französischen Nachbarn weiter daran fest. Dabei haben sich gerade dort in den vergangenen Monaten und Jahren Stör- und Zwischenfälle in Atomkraftwerken gehäuft – insbesondere auch im grenznahen Meiler Cattenom. In Letzterem konnte vor drei Jahren offenbar nur knapp eine Kernschmelze verhindert werden.

Sicherheitsvorkehrungen in Cattenom unzureichend

Die Sicherheitsvorkehrungen in dem Meiler sind dermaßen unzureichend, dass er nach bundesdeutschen Standards schon längst hätte stillgelegt werden müssen. Die Sicherheitsmängel in Cattenom reichen von einer unzureichenden Notstromversorgung, über mangelnde Erdbebensicherheit bis hin zum fehlenden Schutz vor Flugzeugabstürzen. Hinzu kommt die desolate Informationspolitik des Kraftwerksbetreibers EDF. So wurde in der Vergangenheit die Öffentlichkeit bereits mehrfach erst mit tagelanger oder sogar monatelanger Verspätung über Zwischenfälle informiert.

Zusätzliches Nuklearrisiko Bure

Das geplante atomare Endlager im lothringischen Bure stellt ein zusätzliches Nuklearrisiko dar. Bislang bestehen große Zweifel, ob die dort anstehende Tonformation überhaupt für eine Endlagerung geeignet ist. Wir Grüne fordern vertiefende Gutachten und werden auf allen politischen Ebenen eine Einflussnahme des Saarlandes auf das Genehmigungsverfahren einfordern.